Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026
Gute Pflege für alle Generationen
Pflege betrifft nicht nur ältere Menschen. Nach Krankheit, Unfall oder mit einer Behinderung kann Unterstützung in jedem Lebensalter notwendig werden. Gute Pflege schützt Würde, Selbstbestimmung und soziale Sicherheit.
Pflege ist eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe
Pflegebedürftige Menschen möchten möglichst selbstbestimmt leben, vertraute Beziehungen erhalten und sich auf verlässliche Hilfe verlassen können. Gleichzeitig tragen professionelle Pflegekräfte und pflegende Angehörige große Verantwortung. Eine zukunftsfähige Pflegepolitik muss deshalb alle Beteiligten in den Blick nehmen.
In Mecklenburg-Vorpommern wird der Pflegebedarf durch die demografische Entwicklung weiter steigen. Das Land braucht ausreichend Fachkräfte, erreichbare Beratung, ambulante und stationäre Angebote, Kurzzeitpflege, Tagespflege sowie gute Übergänge aus dem Krankenhaus in die weitere Versorgung.
Christine Klingohrs pflegepolitischer Schwerpunkt
Christine Klingohr ist Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Gesundheit, Soziales und Senioren. Im Juni 2026 begrüßte sie den neuen Landespflegeplan als wissenschaftliche Grundlage, um die pflegerische Versorgung langfristig weiterzuentwickeln. Besonders hervorgehoben hat sie die Fachkräftesicherung, bedarfsgerechte Angebote vor Ort und ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der vertrauten Umgebung.
Zum Tag der Pflegenden 2026 forderte sie zudem eine sozial gerechte Reform der Pflegeversicherung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Unterstützung für Angehörige. Damit verbindet sie Landespolitik mit Fragen, die auf Bundesebene entschieden werden müssen.
Was Pflegebedürftige und Angehörige brauchen
- Frühe, unabhängige Beratung: Pflegestützpunkte und Beratungsstellen helfen, Leistungen, Anträge und passende Angebote zu verstehen.
- Ambulante Unterstützung: Häusliche Pflege, Tagespflege und haushaltsnahe Hilfen können das Leben in der eigenen Wohnung länger ermöglichen.
- Kurzzeit- und Verhinderungspflege: Zeitweise Entlastung ist wichtig, wenn Angehörige ausfallen, eine Krise eintritt oder nach einem Krankenhausaufenthalt Übergangshilfe benötigt wird.
- Bezahlbare stationäre Pflege: Ein Heimplatz darf Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen nicht überfordern.
- Unterstützung bei Demenz: Betroffene und Familien brauchen spezialisierte Beratung, geeignete Wohn- und Pflegeangebote sowie Verständnis im Alltag.
- Verlässliche Qualität: Personalausstattung, Fachlichkeit, Mitbestimmung und transparente Kontrollen schützen Pflegebedürftige.
Pflegekräfte gewinnen und im Beruf halten
Ausbildung allein reicht nicht aus. Beschäftigte bleiben langfristig in der Pflege, wenn Arbeitsbedingungen, Bezahlung, Personalplanung, Weiterbildung und Vereinbarkeit stimmen. Moderne Technik kann Dokumentation erleichtern und körperlich belastende Aufgaben reduzieren. Sie darf aber nicht dazu führen, menschliche Zuwendung durch standardisierte Abläufe zu ersetzen.
Auch regionale Unterschiede müssen berücksichtigt werden. In ländlichen Räumen sind ambulante Dienste mit längeren Fahrzeiten konfrontiert. Pflegeeinrichtungen benötigen eine gute Anbindung an Ärztinnen, Ärzte, Apotheken, Krankenhäuser und Beratungsstellen. Deshalb ist Pflegepolitik immer auch Infrastruktur- und Kommunalpolitik.
Pflegende Angehörige nicht alleinlassen
Viele Menschen übernehmen Pflege aus Verbundenheit und Verantwortung. Häufig geschieht das zusätzlich zu Beruf, Kinderbetreuung und eigenen gesundheitlichen Belastungen. Beratung, flexible Entlastungsangebote, Kurzzeitpflege und verständliche Verfahren sind deshalb keine Nebenleistungen, sondern entscheidende Bestandteile eines tragfähigen Pflegesystems.
Eine soziale Pflegepolitik erkennt diese Leistung an, verhindert Überforderung und sorgt dafür, dass professionelle Unterstützung rechtzeitig verfügbar ist. Christine Klingohrs Schwerpunkt liegt auf einer Versorgung, die Sicherheit schafft und nicht erst reagiert, wenn Familien bereits an ihre Grenzen gelangt sind.
Für Pflege mit Würde und Verlässlichkeit
Weitere Informationen zum Landespflegeplan, zu Beratungsangeboten und zu Christine Klingohrs pflegepolitischen Positionen finden Sie auf den offiziellen Seiten.
Pflegeinformationen des Landes MV Beitrag zum LandespflegeplanHäufige Fragen und Antworten
Was gehört zu einer guten Pflegeversorgung?
Dazu zählen ambulante Dienste, Tages- und Kurzzeitpflege, stationäre Einrichtungen, Beratung, Unterstützung für Angehörige, verlässliche Qualitätsstandards und ausreichend qualifiziertes Personal.
Wo erhalten Pflegebedürftige in Mecklenburg-Vorpommern Beratung?
Pflegestützpunkte beraten unabhängig zu Pflegeleistungen, Anträgen, Versorgungslösungen und Entlastungsangeboten. Die Landesregierung stellt dazu aktuelle Informationen bereit.
Warum ist Kurzzeitpflege wichtig?
Sie hilft beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt, bei Krisen oder wenn pflegende Angehörige vorübergehend ausfallen. Dadurch können Familien entlastet und Versorgungslücken vermieden werden.
Welche Ebene entscheidet über die Pflegeversicherung?
Die grundlegenden Regeln der sozialen Pflegeversicherung werden auf Bundesebene festgelegt. Länder und Kommunen gestalten unter anderem Infrastruktur, Beratung, Planung und Förderprogramme mit.
Was ist Christine Klingohrs Rolle in der Pflegepolitik?
Als Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Gesundheits-, Sozial- und Seniorenpolitik befasst sie sich parlamentarisch mit Pflegeversorgung, Fachkräften, Finanzierung und Unterstützung für Betroffene.

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